Dsus4 am Sattel
DADGAD-Stimmer
DADGAD ist kein Drop D mit anderem Namen. Das tiefe E geht auf D2 (73,42 Hz), das H auf A3 (220 Hz), das hohe E auf D4 (293,66 Hz). A, D und G bleiben. Leer klingt D A D G A D — ein Dsus4, kein Dur. Die fehlende Terz lässt Melodien auf einem Bordun liegen, ohne Dur oder Moll zu erzwingen.
Was die Hände zuerst falsch machen
Jeder Griff, der die H-Saite brauchte, ist gewandert. Die zweite Saite sinkt nur einen Ganzton, von H nach A: du lockerst, du stimmst nicht zu einem Flageolett hoch. Unsicher? Erst den Referenzton, dann den Wirbel. Danach die drei Saiten prüfen, die bleiben sollten.
Wo sie auftaucht
Keltisch und neues Folk nutzen die äußeren D und den A-Bordun, damit Leersaiten in der Melodie mitklingen. Für ein Set aus Barré-Rock taugt sie schlecht, außer du stimmst zwischen den Songs um. Der Griffbrett-Trainer kann die neuen Leersaiten zeigen.
Fragen
- Liegt die zweite Saite höher oder tiefer?
- Tiefer. H3 ist 246,94 Hz. A3 ist 220 Hz. Wirbel lösen.
- Kann ich noch D-Dur spielen?
- Ja, aber nicht mit dem alten leeren D-Griff. Die H-Saite ist A, die Terz von D muss woanders gegriffen werden, oft auf der dritten Saite.